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PODCAST

Langfassungen meiner Interviews im Abonnement.

  • MEDIENNOTIZEN #6: IRT, #RP17, AUSSPRACHE

    Ist das ein Thema für ein Medienmagazin – oder ein (mutmaßlicher) Fall von Wirtschaftskriminalität, der genau so auch außerhalb unserer Branche spielen könnte? Das haben sich sicher alle Medienredaktionen dieser Tage gefragt als die Affäre um die Patenterlöse des Instituts für Rundfunktechnik bekannt wurde, das die öffentlich-rechtlichen Sender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinschaftlich tragen.

    Ein Anwalt und Ex-Mitarbeiter (!) des IRT, der die Patente des Instituts am Markt platzieren sollte, soll dabei über Jahre einen dreistelligen Millionenbetrag abgezweigt haben, so zumindest der Vorwurf. Klaus Ott hat am Mittwoch einige frische Details in der “Süddeutschen Zeitung” zusammengetragen (€). Den Fall selbst haben allerdings nicht Investigativreporter ans Tageslicht gebracht, sondern die öffentlich-rechtlichen Sender selbst – ausnahmsweise, will man fast sagen.

    Bei ZAPP haben wir uns entschieden, dass diese Affäre ein Thema für uns ist, denn: Es geht am Ende auch um Millionen aus Rundfunkbeiträgen, die vielleicht gar nicht hätten in das IRT fließen müssen, wenn die Patente zuverlässiger vermarktet worden wären.

    Eine der vielen Fragen, die einem neben einem gepflegten #WTF zum Fall durch den Kopf gehen: Hätte sich das IRT vielleicht sogar ganz mit den Lizenzgebühren tragen können und sich die Sender so ihre Zuschüsse in den vergangenen Jahren gänzlich sparen können? Unseren Film mit dem Stand der Dinge von Mittwochabend finden Sie jedenfalls hier:

    In den Beitrag eingeflossen ist auch ein kurzes, aber vielsagendes Interview mit dem Justiziar Albrecht Hesse vom Bayerischen Rundfunk, den meine Kollegin Tina Soliman nach einer kurzfristig anberaumten Gesellschafterversammlung getroffen hat. Der BR ist die “Sitzanstalt” des IRT, hatte die Anzeige erstattet und übernimmt auch die Krisenkommunikation für das Technik-Institut.

    Hesse räumt – aus Perspektive der Gesellschafter – erstaunlich offen Versäumnisse ein: Das IRT habe “diesem Anwalt vertraut und der hat eben diese Vertrauensstellung sträflich ausgenutzt” – statt selbst darauf zu achten, wie sich der Wert der eigenen Patente entwickelt und ob da nicht mehr Lizenzgebühren hätten zurückfließen müssen. “Da hat man sich eben zu wenig drum gekümmert.”

    Der Justiziar erklärte meiner Kollegin auch, wie die Affäre überhaupt aufgekommen ist: “Bei einem Prozess in den USA kamen da verschiedene Sachen ans Licht.” Es waren also offensichtlich keine Kontrollen des IRT und auch nicht der Gesellschafter, also der Sender, sondern: ein Zufall.

    Während der Verdächtige in U-Haft sitzt und Millionen per Arrestbeschluss gesichert sind, drängt sich eine strukturelle Frage auf: Wie schaffen es ARD, ZDF und Co., in ihrem Institut neben technischer auch ökonomische Energie zu wecken? Lösungsvorschläge: dringend gesucht!

    * * *

    Dann war die vergangenen Tage dieses Klassentreffen der sogenannten Netzgemeinde. Mit Fiete Stegers, der die Berichterstattung des NDR aus und über die Netzwelt koordiniert, bin ich über die #rp17 gestreift – meine neue Kamera, eine GH5, im Anschlag.

    Das Ergebnis ist eine sehr eindeutige, wenn auch nicht wirklich überraschende Umfrage dazu, wie die versammelten Fans der Digitalisierung die Pläne der Bundesregierung finden, Plattformen wie Facebook und Youtube zum raschen Löschen von strafbaren Inhalten zu zwingen. Das kryptische Stichwort hier: Netzwerkdurchsetzungsgesetz oder kurz NetzDG.

    Die Reaktionen sind einhellig: Netzaktivisten, aber auch Vertreter der großen IT-Verbände (= IT-Unternehmen) und Journalistenorganisationen lehnen die Pläne nach wie vor ab. CCC-Sprecherin Constanze Kurz warnt etwa davor, dass “der Staat einen Anreiz für automatisierte Filterprozeduren” schaffe – es drohe Willkür. Deshalb seien Aktivisten, NGOs und Konzerne auch auf einer Seite – und dagegen. Kurz: “Da bin ich doch gespannt, ob der Bundesjustizminister die Eier hätte, sich gegen diese breite Front zu stellen.”

    Die flotte Umfrage und auch ein Statement eines Google-Sprechers, das wir bewusst von den übrigen Stimmen getrennt haben, können Sie sich hier reinziehen:

    * * *

    380.000 Einträge – mit Lautschrift und Hörprobe: Für Journalisten des gesprochenen Worts ist die ARD-Aussprachedatenbank ein tägliches Hilfsmittel. An diesem Freitag wird sie 20 Jahre alt. dpa-Korrespondent Thomas Maier erzählt die Geschichte und zitiert Redaktionsleiter Roland Heinemann: “Jeder darf erwarten, dass sein Name richtig ausgesprochen wird.”

    Ich habe mich ja schon lange gefragt, wie auch die vielen Radio-Moderatoren, die ich gar nicht kenne, meine Beiträge so zuverlässig anmoderieren können (ein Lehrer nannte mich über Jahre konsequent “Herr Baus”, weil er sich vor der korrekten Aussprache drückte). Hätte er doch nur Zugriff auf die ARD-Aussprachedatenbank gehabt:

    Screenshot ARD-Aussprachedatenbank

    Na dann.

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  • MEDIENNOTIZEN #5: Correctiv und der “Sexskandal”, Sigmund Gottlieb wacht auf

    Nun tummelt sich Correctiv auf der Suche nach “Impact” also auch auf dem Boulevard. Jedenfalls: Völlig gleich, ob es hier um eine Politikerin der AfD geht oder nicht – der “EXKLUSIV” herbeigeschriebene “Sexskandal” ist das Verschriftlichen eines intimen Vorgangs, vor allem in diesen Details.

    In den Kommentaren unter der Geschichte, auf den sozialen Kanälen von Correctiv und auch in meiner Filterblase ist das Entsetzen dann auch groß:

    Und auch mit der ersten Rechtfertigung – abgesetzt in der Nacht – tut sich “Correctiv-Ruhr” eher keinen Gefallen:

    Correctiv-Chefredakteur Markus Grill hat sich hinter seinen Herausgeber gestellt (siehe Zitat in den Updates). Ich meine dennoch: Diese Geschichte – und nicht zuletzt die detailreiche Umsetzung – lässt an der Mission “Correctiv” zweifeln.

    Update 3.5.2017 10:20 Uhr: Ergänzend zur Rechtfertigung von “Correctiv Ruhr” auf Facebook hat Correctiv-Herausgeber David Schraven gegenüber Turi2 u.a. erklärt: “Der Skandal ist nicht, dass Iris Dworeck-Danielowski ihren Körper für Geld angeboten hat. Das sollte in unserer aufgeklärten Gesellschaft kein Problem sein. Der Skandal ist, dass sie dies in ihrer Partei vor der Wahl der Landtagskandidaten verschwiegen hat.”

    Update 3.5.2017 10:46 Uhr: Der “Tagesspiegel” hatte die Correctiv-Geschichte noch am Abend übernommen. Inzwischen findet sich auf der Seite nur noch dieser Hinweis: “Der Text, der ursprünglich unter diesem Link erschien, war aufgrund eines redaktionellen Fehlers veröffentlicht worden. Deshalb ist er gelöscht. Wir bitten, dies zu entschuldigen.”

    Update 3.5.2017 12:05 Uhr: David Schraven erklärt nun ausführlich in einem Blogeintrag “Warum ich über AfD-Spitzenfrau Iris Dworeck-Danielowski geschrieben habe”. Außerdem stellt sich Chefredakteur Markus Grill hinter ihn. Er schreibt mir:

    “Unserer Ansicht nach muss es ein Kandidat oder eine Kandidatin, die sich für ein öffentliches Amt bewerben, ertragen, dass man ihre biografischen Angaben überprüft. Wenn Kandidaten oder Politiker ihre Biografie frisieren, um bessere Wahlchancen zu haben, ist es unserer Ansicht nach legitim, darüber zu berichten. Das ist auch der Grund, weshalb wir über das Vorleben der AfD-Kandidatin in NRW berichtet haben.”

    * * *

    Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf ein Format lenken, für das Sie Ausdauer mitbringen sollten, das sich aber zunehmend lohnt: Den “Aufwachen“-Podcast von Tilo Jung und Stefan Schulz. Ja, die beide können nerven, aber sie stellen immer häufiger auch die relevanten Fragen – und das ist das Entscheidende.

    Mit ihrem Podcast sind sie nun bereits zum 200. Mal auf Sendung gegangen. Überraschungsgast: Sigmund Gottlieb, der ebenso umstrittene wie unbeirrbare und jüngst dann doch mal ausgeschiedene Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks (eine kleine Rückschau drüben bei Übermedien). Und Gottlieb hatte in den fast zweieinhalb Stunden viel zu erzählen.

    Gottlieb feiert sich: Als er noch Redakteur beim “Münchner Merkur” war, klingelte er den Leiter des örtlichen ZDF-Landesstudios nach eigener Erinnerung um 23.30 Uhr vom Sofa, um sich nach der freien Stelle zu erkundigen, von der er nur Sekunden davor gehört hatte. Während seines Nachtdienstes in der Zeitungsredaktion war Gottlieb mit zwei Gläsern Wein betankt. Diese Anekdote ist für Gottlieb ein “Schlüsselmoment”, ohne den es den BR-Chefredakteur Gottlieb nie gegeben hätte.

    Gottlieb klärt auch auf: Das Telefon, das später im “heute-journal” auf seinem Moderationstisch stand, sei “im Grunde eine Attrappe gewesen – es hat zwar funktioniert, aber die entscheidenden Kommandos bekam ich über den Ohrstecker”. Nichts anderes sei heute “der Laptop auf dem Tisch des ein oder anderen Moderators”, womit er freilich seinen Nach-Nach-Nach-…-Nachfolger Claus Kleber meinte: “Ausdruck moderner Kommunikation, aber der Kommunikationsfluss läuft über andere Kanäle.”

    Und Gottlieb tadelt und fordert, nämlich bei gut 47 Minuten auf die Frage von “Aufwachen”-Moderator Schulz, warum hierzulande eine Sendung nach dem Vorbild der polemischen und teils auch im Fernsehen übertragenen US-Talkradios fehle, die politische Information seien mit klarer Verortung:

    “So ein Format wäre sicher gut, weil es Provokation schafft und weil es zum Nachdenken anregt. Übrigens, vor Jahren gab es das in einem ganz anderen Format – nicht so personalisiert, vor allem in den Beiträgen realisiert: Das sind die politischen Magazine der ARD gewesen, also ‘Report’, ‘Monitor’, ‘Kontraste’, ‘Report Baden-Baden’ und so weiter. Da wurde wirklich starker Meinungsjournalismus gemacht. Das ist heute leider nicht mehr der Fall.

    Auch hier werden wir getrieben vom Blick auf die Quoten, machen also nur Verbraucherthemen. Wie gefährlich sind die Keime in den deutschen Krankenhäusern, (das) ist ein wichtiges Thema, aber (das) ist jetzt für eine politische Diskussion, wie es früher der Fall war, nicht so relevant. Die politischen Meinungsmagazine haben sich sehr stark zu Verbrauchermagazinen gewandelt. Das ist wichtig, aber ich finde, es bildet nicht alles ab, was man braucht.

    (…) Möglicherweise ist das wirklich eine Idee, deren Zeit jetzt gekommen ist. Nachdem wir uns jetzt über viele Jahre in dieser puristischen Trennung in Nachricht und Meinung – die es nach wie vor geben soll – bewegt haben, würde ein solches Format sicher auch guttun.

    Der vielleicht wichtigste Satz fällt allerdings schon ganz am Anfang seines Auftritts. Gottlieb – vorgestellt als “Legende” – konterte:

    “Legende ist etwas, was aufgehört hat. Es hört aber nicht auf. Es geht weiter!”

    Vielleicht bekommt Gottlieb ja doch eine meinungslastige Show. Oder er wird einer dieser öffentlich-rechtlichen Nachtreter. Genug zu erzählen hätte er in jedem Fall. “Es geht weiter!” – das ist auch eine Kampfansage.

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  • MEDIENNOTIZEN #4: Freischreiber

    Benno Stieber und Carola Dorner

    Der bisherige Freischreiber-Vorsitzende und seine Nachfolgerin:
    Benno Stieber und Carola Dorner Fotos: Bouhs

    Im Sommer 2012 habe ich eine Entscheidung getroffen, über die einige Kollegen den Kopf schüttelten: Ich habe meine Festanstellung gekündigt, um – wieder – freiberuflich zu arbeiten. Die Idee: nicht nur schreiben, sondern auch für Hörfunk und Fernsehen produzieren. Und weil ich beides nie gelernt hatte, musste ich mich hier erstmal reinfuchsen – mit Hilfe geduldiger Kollegen. Ein fester Posten wäre eine zu starke Fessel gewesen.

    Und es gab noch einen Grund, den ich neulich einer Kollegin erzählt habe: Freiberufler müssen zwar schauen, wo sie bleiben, dafür können sie aber viel leichter ‘nein’ sagen – zum Wecker, zur täglichen Konferenz, zur Zusammenarbeit mit unangenehmen Kollegen, zu uninteressanten Themen.

    Will heißen: Auch wenn eine Festanstellung künftig für mich kein Tabu ist – ich bin freier Journalist aus Überzeugung.

    Mit den Freischreibern gibt es seit bald zehn Jahren sogar einen Berufsverband für Menschen wie mich: Kollegen, die sich gegenseitig stützen und gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen – vor allem bei Verlagen, denn zum ganzen Bild gehört auch, dass die Arbeit für Radio und TV im Vergleich meist das Paradies ist mit Tages- statt Zeilensätzen, dazu Kranken- und Urlaubsgeld und oft auch Bestandsschutz, dazu teils bezahlten Fortbildungen. Die meisten Verlage drücken sich in erschreckender Konsequenz vor solchen Arbeitsbedingungen.

    Vor meiner Festanstellung war ich mal Mitglied bei den Freischreibern. Inzwischen halte ich es hier wie mit dem Netzwerk Recherche: Um diese Gruppen journalistisch begleiten zu können, halte ich mich raus.

    Am vergangenen Wochenende haben sich die Freischreiber getroffen. Ich war unter anderem für den Deutschlandfunk da, der sich in seinem Medienmagazin “Mediasres” am Tag der Arbeit monothematisch mit den Arbeitsbedingungen von Journalisten, Gewerkschaften und eben auch ihren Alternativen beschäftigt hat. Die ganze Sendung zum Nachhören gibt’s hier, meinen Freischreiber-Beitrag als Audio hier:

    Auf dem Treffen hat sich Benno Stieber nach vier Jahren von der Freischreiber-Spitze zurückgezogen. Seine Bilanz fällt selbstkritisch aus. Einerseits kann er darauf verweisen, dass sich die Freischreiber unter ihm lautstark in Debatten eingemischt und Freien so eine Stimme gegeben haben, etwa beim Umgang von Gruner + Jahr mit seinen Freien oder den Interessen der Autoren bei der VG Wort, auf deren Versammlung die Freischreiber auch Ende Mai wieder präsent sein wollen, diesmal in Begleitung ihres Hausanwalts. Andererseits sagte mir Stieber auch offen:

    “Die Honorare sind nicht gestiegen, weil es jetzt Freischreiber gibt. Das ist ein Problem. Letztlich ist das nach neun Jahren auch so etwas wie ein Misserfolg. Wobei man sich da einfach keine Illusionen machen darf: Das ist das härteste Brett, das es zu bohren gilt. Da muss man einen langen Atem haben, um für Verständnis zu sorgen. Und wahrscheinlich braucht man auch politisch andere Rahmenbedingungen, um da voran zu kommen.”

    Künftig ist es vor allem Aufgabe seiner Nachfolgerin Carola Dorner, dieses Brett zu bohren. Dass das keine einfache Sache ist, sagte sie in Frankfurt selbst: Zwar räume das aktualisierte Urheberrecht Organisationen wie den Freischreibern nun ein Verbandsklagerecht ein, doch die Zeitungsverleger hätten nun mal pünktlich die gemeinsamen Vergütungsregeln aufgekündigt. “Hier sind wir an keiner Stelle weiter gekommen”, sagte Dorner ihren Mitgliedern. Sie will hier aber hartnäckig bleiben, denn:

    “Der aller, aller größte Teil von unseren Mitgliedern möchte frei sein. Wir sind keine verhinderten Festen. Wir wollen so arbeiten wie wir arbeiten – und das zu Bedingungen, zu denen man arbeiten kann.”

    Ob Freischreiber oder nicht: Diesen Satz kann ich guten Gewissens unterschreiben.

    * * *

    Noch rasch ein TV-Tipp: Noch zwei Tage bleiben, bis Arte “Die Ära Obama” depubliziert. Jede Folge dieses Vierteilers seziert eine Entscheidungsfindung und den Lobby-Widerstand dagegen, etwa zur Gesundheitsreform oder Luftanschläge im Nahen Osten. Unaufgeregt und vor allem mit den persönlichen Erinnerungen der wichtigsten Entscheidungsträger, nicht zuletzt auch: von Barack Obama selbst.

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  • MEDIENNOTIZEN #3: ZDF-Strategie, “Stream On”

    Über den Kurs, den der ZDF-Chefredakteur eingeschlagen hat, lässt sich streiten, aber immerhin: Er hat einen. Peter Frey killt seit Jahren Magazine, die nicht in der Primetime oder mit dem nötigen Erfolg senden – schon 2011 etwa “ZDF.umwelt” und die “ZDF.reporter”, in wenigen Wochen geht dann auch bei “ML Mona Lisa” das Licht aus. Stattdessen setzt er auf Dokus: “ZDFzoom”, “ZDFzeit”, “planet.e” und – statt “ML Mona Lisa” – bald auf noch ein Doku-Format. Alles zusätzlich zur verseichten “ZDF.reportage” und den sporadischen Langstrecken von “Wiso” und “Frontal21”.

    Peter Frey liebt Dokus. Unter ihm erfährt dieses Genre eine beeindruckende Renaissance: ZDFinfo hat er zu einem dezidierten Doku-Kanal umgebaut, durchaus erfolgreich, vor allem bei jüngeren Zuschauern. Wie, das habe ich schon im August in der “taz” notiert: etwa mit zuletzt 122 Eigen- und 450 lizenzierten Produktionen im Jahr, zusätzlich zum Nachschub aus dem Hauptprogramm. Frey muss zudem auch Phoenix, 3sat und Arte mit Dokus versorgen. Auch wenn er diese Formulierung “ein bisschen polemisch” findet: Das ZDF ist inzwischen eine Doku-Fabrik.

    Über diese Entwicklung, die letztlich getrieben ist von krassen Sparzwängen (inzwischen geht es um mehr als 500 Stellen, noch knapp 100 davon müssen bis 2020 weg), habe ich nun im Medien-Magazin (!) ZAPP berichtet. Die Kollegen haben zusätzlich mein Interview mit dem Chefredakteur in Langfassung veröffentlicht.

    Frey erzählt darin auch, wie er sicherstellen will, dass frauenpolitische Themen auch nach dem Aus von “ML Mona Lisa” ihren Platz im Programm finden: Der ZDF-Chefredakteur wird künftig jährlich einen frauenpolitischen Report vorlegen – zumindest intern und vor den Gremien.

    * * *

    Peter Frey hatte das Interview binnen weniger Stunden zugesagt. In anderer Sache quälte sich das ZDF offenbar. Jedenfalls liegen zwischen meiner ersten Anfrage zum Thema “Stream On” (“Warum, wie und zu welchen Konditionen?”) und der elektronischen Zustellung der Antworten 27 Tage.

    Dass sich mit dem ZDF ein öffentlich-rechtlicher Anbieter an dem Telekom-Modell beteiligt, bei dem Kunden die Inhalte einzelner Audio- und Videodienste trotz einer grundsätzlichen Volumenbegrenzung in ihrem Tarif unbegrenzt streamen können, ärgert Netzaktivsten. Das ZDF teilt nun mit:

    “Das ZDF bekennt sich zu den Grundsätzen der Netzneutralität. Exemplarisch wird auf die auch auf der Webseite der Bundesnetzagentur veröffentlichte Stellungnahme von ARD und ZDF zu den BEREC-Leitlinien zur Auslegung der Netzneutralitätsverordnung der Europäischen Union hingewiesen.

    Weder die Netzneutralitätsverordnung noch die Auslegungsleitlinien der BEREC verbieten sogenannte Zero-Rating-Angebote. Solche Angebote müssen allerdings besonderen Anforderungen hinsichtlich der Diskriminierungsfreiheit genügen:

    – Im konkreten Einzelfall hat uns die Telekom versichert, dass grundsätzlich jeder Anbieter von Videodiensten im Internet bei der Mobilfunkoption Berücksichtigung finden kann. Die Berücksichtigung ist für Inhaltanbieter darüber hinaus auch ausnahmslos nicht mit Kosten verbunden.

    – Die Tarifoption ist nur in Verträgen aktivierbar, die eine größere Menge von Inklusiv-Volumen (mehrere Gigabyte) beinhalten. Das heißt: Wer StreamOn hat, hat zugleich die Möglichkeit, auch andere Dienste außerhalb von Zero Rating zu nutzen.

    – Schließlich erfolgt im Sinne der BEREC-Leitlinien im Falle des vollständig aufgebrauchten Inklusiv-Datenvolumens eine Drosselung aller Angebote, auch soweit sie in der Option Berücksichtigung finden, d.h. es erfolgt auch insoweit keine Diskriminierung gegenüber Dritten.

    Das ZDF hat keinen Einfluss auf die Geschäftsmodelle der Mobilfunkunternehmen. Die Telekom hat hier eine Mobilfunkoption im Rahmen der regulatorischen Vorgaben geschaffen, die der Kontrolle der Bundesnetzagentur unterliegt. 

    Unter Berücksichtigung der Wettbewerbssituation im Netz erscheint es dem ZDF – auch im Sinne des Nutzers – als sinnvoll und vorteilhaft, die Zugänglichkeit unserer Inhalte auch über die “Stream On”-Option der Telekom zu ermöglichen.”

    Während sich das ZDF schon im Vorfeld des “Stream On”-Starts entschieden hat, sich bei der Telekom für dieses Modell freischalten zu lassen, überlegt die ARD noch immer, ob sie sich daran beteiligen möchte. Vielleicht wartet sie ja die Prüfung durch die Bundesnetzagentur ab, damit sie ganz offiziell sagen kann: Das Angebot ist doch sauber.

    Derweil fragt passenderweise die “Tagesschau” anlässlich des Starts von “Stream On”: “Zwei-Klassen-Internet dank Turbo-Daten?”

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  • MEDIENNOTIZEN #2: AfD und Correctiv

    Bislang waren AfD-Politiker vor allem dafür bekannt, dass sie Journalisten diffamieren – “Lügenpresse”, “Lückenpresse”, “Pinocchiopresse”, “Systempresse”, im grenzenlosen Vokabular der Medien-Skeptiker ist praktisch für alle etwas dabei.

    Seit dem vergangenen Wochenende wissen wir, dass die AfD Journalisten nun aber auch gezielt erziehen will. Auf dem Kölner Bundesparteitag hat AfD-Funktionär Marcus Pretzell jedenfalls politische Bildung für Berichterstatter gefordert, denn:

    “Das Problem der Presse ist nicht nur, dass sie Falsches berichten. Das Problem ist, dass sie Falsches berichten, weil sie es schlicht nicht besser wissen. Und daran müssen wir ansetzen! Wir müssen mit der politischen Bildung, die wir betreiben, tatsächlich bei den Journalisten schon anfangen.”

    “Spiegel”-Social-Media-King Torsten Beeck ist schon ganz wuschig und fragt:

    Humor mag eine Gegenstrategie sein und natürlich auch: Recherche. Die ist allerdings eine Herausforderung, wenn die Partei Journalisten immer wieder aussperrt, so auch im Kölner Hotel Maritim, wo der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) deshalb gleich ein “alternatives Pressezentrum” installiert hatte.

    Was dort vor sich ging und welche Strategie kritische AfD-Berichterstatter verfolgen, haben Jörg Wagner und ich im Radioeins-“Medienmagazin” besprochen – mit “Spiegel”-Reporterin Melanie Amann und dem DJV-Vorsitzenden Frank Überall. Beide waren währenddessen vor Ort. Die 20 Minuten können Sie hier nachhören.

    Im Radioeins-Schwerpunkt hören Sie auch kurz Markus Grill, den Chefredakteur von Correctiv, das gerade ein “Schwarzbuch AfD” vorgelegt hat. Das ausführliche Gespräch mit Grill, den ich am Freitag getroffen habe, finden Sie hier.

    * * *

    Da ich nun schon mal Markus Grill mein Mikrofon unter die Nase hielt, fragte ich auch gleich noch in Sachen “Fake-News“ nach. Als Correctiv-Gründer David Schraven Anfang dieses Jahres angekündigt hat, in den Kampf gegen Desinformation auf Facebook einzusteigen, verbreitete sich die Nachricht auf praktisch allen Kanälen. Danach ist es erstaunlich lange ruhig geblieben – zum einen, weil Facebook länger als gedacht für die Technik gebraucht hat, aber auch, weil Correctiv erst mal eigene Fact-Checker finden musste.

    “Dieses Team gibt es jetzt”, sagt Grill nun und weitet das Territorium seiner Fact-Checker gleich mal über Facebook hinaus aus:

    “Wenn zum Beispiel ein Politiker bei ‘Anne Will’ oder ‘Maybrit Illner’ irgendeinen Unsinn erzählt, dann werden wir das genauso überprüfen.”

    Das Fact-Checking-Team von Correctiv bilden zunächst “Hoaxmap”-Gründerin Karolin Schwarz, die auch mit dem neuen Medienmagazin “Mediasres” vom Deutschlandfunk kooperiert (zum Beispiel hier), und Jacques Pezet, der bereits für die “Libération” factcheckt. Bis Mai sollen insgesamt vier Fact-Checker für Correctiv arbeiten, darunter auch eine Teamleiterin – “eine bekannte deutsche Journalistin, die zu uns stoßen wird”, wie Grill süffisant erzählt. Die Tinte auf dem Vertrag sei aber noch nicht trocken, deshalb: psst!

    Derweil präsentiert Correctiv bereits erste Faktenchecks auf seiner Seite: Pezet hat sich FDP-Chef Christian Lindner vorgeknöpft. Außerdem veröffentlicht das Recherchebüro Fakten-Checks zur AfD, Auskopplungen des „Schwarzbuchs“.

    Mit den Rechtspopulisten dürften die vier Fakten-Checker gut ausgelastet sein. Es sei denn, das Phänomen “AfD” verflüchtigt sich. Jedenfalls sagt Grill:

    “Man konnte sich ja bei den rechtspopulistischen Bewegungen in Deutschland immer darauf verlassen, dass die intern so zerstritten sind, dass sie sich über kurz oder lang selber auflösen. Das war bei den Republikanern so. Das war bei der DVU so. Das war bei der Schill-Partei so. Das war bei der NPD auch so – abgesehen von ein paar Inseln im Osten Deutschlands.”

    In diesem Sinne!

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  • MEDIENNOTIZEN #1: Petry/”Spiegel” und DJV

    Das Geschimpfe von Frauke Petry über Melanie Amann taugt mittlerweile schon als Symbol für das verstörte Verhältnis der AfD zu vielen Journalisten. Mit Amann habe ich darüber nun schon mehrfach gesprochen. Frauke Petry oder auch ihre Parteisprecher waren dazu bisher nicht bereit.

    Umso interessierter habe ich die aktuelle Langzeitbeobachtung von Stephan Lamby wahrgenommen – und hier nicht allein nur das Hauptprodukt, die “Nervöse Republik”, sondern auch die Langfassung seines Interviews mit Petry. Darin sagt Petry ab Minute elf unter anderem dies:

    “Wenn die derzeit noch zuständige “Spiegel”-Redakteurin Melanie Amann bei diversen Gelegenheiten, auch bei Parteiveranstaltungen, nicht nur Hinweise zum Privatleben von führenden AfD-Politikern gibt, wie in meinem Fall zum Beispiel, wenn sie wiederholt aus vertraulichen Hintergrundgesprächen zitiert – und zwar zitiert – und das mit mehreren Personen, wenn darüber hinaus Zitate gar nicht mehr autorisiert werden müssen, weil sie einfach schreibt, was sie am Telefon gehört hat, dann sehen wir gerade bei “Spiegel Online” – einem ja so wichtigen Medium für viele Journalisten, weil man es als Multiplikator-Medium benutzt, dass dort schiefe Berichterstattung zu Folgeberichterstattung gleicher Couleur in anderen Medien führen wird. Insofern hat der “Spiegel” eine besonders große Verantwortung.

    Ich weiß aber auch – und das gehört, deswegen sage ich, ich habe einen differenzierten Blick – ich weiß, dass es auch “Spiegel”-Redakteure gibt, die das anders vollziehen, die anders damit umgehen. Und ich glaube, wichtig ist, dass man diesen Journalisten die Rücken stärkt. Ich habe auch mit Herrn Brinkbäumer vom “Spiegel” darüber gesprochen. Er kennt diese Vorwürfe und hat mir auch signalisiert, wir könnten darüber mal sprechen. Auf dieses Gespräch warte ich derzeit noch. Ich wünsche mir, dass das bald mal stattfindet, weil ich glaube, dass es zur Verbesserung des Verhältnisses zwischen Presse und Politik – speziell der AfD, aber auch Herr Kohl hatte ein sehr schwieriges Verhältnis zum “Spiegel”, insofern sind wir da gar nicht alleine -, dass Gespräche dies verbessern würden, weil man dann die Vorwürfe mal eins zu eins auf den Tisch packt.

    Und da sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema ‘inhaltliche Debatte’. Darum muss man miteinander reden, dann kann man es auch abstellen. Denn der “Spiegel” hat ja auch ein vitales Interesse daran, dass er von breiteren Bevölkerungsschichten gelesen wird. Und die sinkenden Absatzzahlen bei fast allen Medien, auch beim “Spiegel”, zeigen ja, dass das auch unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen hat, wenn die Bevölkerung sich solcher Berichterstattung verweigert.”

    Petry lobbyiert also bei der “Spiegel”-Chefredaktion. Sie wünscht sich, dass die Amann’sche Berichterstattung “abgeschaltet” wird und anderen Reportern “der Rücken gestärkt”. Nun, habe ich mich gefragt, was sagt wohl der Chefredakteur dazu? Er schreibt mir deutliche Worte und erinnert daran, wie die AfD zuletzt die Arbeit seiner Redakteurin behindert hat:

    “Hier geht es nicht um den Einzelfall unserer herausragend, nämlich ruhig, sorgfältig und präzise arbeitenden Kollegin, sondern es ist zu befürchten, dass die AfD kritische Berichterstattung grundsätzlich unterbinden möchte. Aus Sicht des SPIEGEL war der Ausschluss Melanie Amanns vom Parteitag am 26. März nicht nur sachlich unbegründet, sondern er zeugt von einer inakzeptablen Haltung der Partei zur Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland. An unserer neutral kritischen Haltung zur AfD wird sich nichts ändern, nein, da gibt es nichts abzustellen.”

    Nach meinen Beiträgen für ZAPP und “Töne, Texte, Bilder” (WDR5) zu diesem Spannungsfeld habe ich der “taz” ein paar Zeilen geschrieben. Die Kollegen haben der Geschichte den Titel “Beziehungsstatus: kompliziert” verpasst. Wer es wie Kollegin Ulrike Simon lieber auf Papier mag, findet sie in der gedruckten “taz am Wochenende”. Alle anderen: bitte hier lang. Am Samstagabend reden wir darüber dann auch im Radioeins-“Medienmagazin” (18 Uhr), aktuelle Eindrücke vom Parteitag in Köln inklusive.

    * * *

    Nachgefragt habe ich auch beim DJV – in ganz anderer Sache. Pressesprecher Hendrik Zörner, der zu früheren Zeiten als der heimliche Vorsitzende galt, bloggt auf der Verbandsseite zum Crowdfunding von Petra Reski. Die Kollegin versucht, Geld für einen Rechtsstreit mit der Mafia-Szene einzusammeln, bei dem sie der “Freitag” nicht unterstützen will.

    Zörner, der Sprecher des DJV, zitiert Reski, wonach ihr “die Gewerkschaft Verdi ebenfalls den Beistand versagt”, womit die Deutsche Journalisten-Union als Gruppierung in Verdi gemeint ist, wenn man so will, der größte Wettbewerber des DJV. Zörner nutzt diese Gemengelage, um für seinen Verband zu werben:

    “Freie Journalisten im DJV genießen Rechtsschutz. Voraussetzung: Ihr Fall muss hinreichende Erfolgsaussichten vor Gericht haben. Bei Petra Reskis Mafia-Berichterstattung wäre das zweifelsohne so.”

    Ob das “zweifellos so” wäre, lasse ich mal dahingestellt. Interessanter finde ich die Frage, ob Reski tatsächlich so leicht Rechtsschutz beim DJV erhalten hätte. Reski liefert in einem früheren Blogeintrag diesen Hinweis:

    “Die Gewerkschaft Verdi könne mir keinen Rechtsschutz gewähren, weil ich mir einen „externen“ Rechtsanwalt selbst ausgesucht habe, wurde mir beschieden.”

    Wenn ich nun exemplarisch in die Rechtsschutzordnung meines DJV-Landesverbandes JVBB schaue, die mit der Rechtsschutzordnung anderer DJV-Landesverbände vergleichbar ist, erfahre ich dort unter § 2:

    “[…]Voraussetzung für die Gewährung von Rechtsschutz außerhalb der Rechtsberatung ist, dass das antragstellende Mitglied noch keine Rechtsvertretung beauftragt und sein Recht noch nicht von sich aus auf andere Weise mit erheblichen Mitteln verfolgt hat […]”

    Also die besagte Nachfrage an den DJV-Sprecher: Was wäre, wenn…? Zörner antwortet gewohnt zügig, nämlich dies:

    “Die DJV-Landesverbände arbeiten bei der Vertretung ihrer Mitglieder in der Regel mit bestimmten Anwälten zusammen. Zum DJV-Rechtsschutz gehört deshalb nicht die freie Anwaltswahl. Das schließt aber nicht aus, dass in Einzelfällen nicht ein Anwalt beauftragt werden kann, den das Mitglied bereits ausgewählt hat.”

    Mit anderen Worten: Eigentlich nicht, schon gar nicht sicher.

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