Streaming: Das neue Fernsehen

Das Internet setzt auch dem klassischen Fernsehen zu

für B5aktuell

Manuskript des Beitrags
Spot “Netflix”

Ob Netflix, Maxdome, Entertain oder Amazon Prime – immer mehr Angebote machen den Zuschauer nun tatsächlich zum eigenen Programmdirektor. In diesem neuen Fernsehzeitalter entscheidet er nämlich ganz allein, wann er Filme, Serien, Dokumentationen oder Konzerte sieht – auf Knopfdruck.

Das hat es so zwar bereits mit den Mediatheken der einzelnen Sender gegeben. Die neuen Plattformen aber bündeln viele Angebote, vor allem aus der Unterhaltung. Und sie legen noch vieles drauf: Hollywoodfilme und Serien. Manch ein Dienst wie Netflix produziert dafür sogar selbst welche, etwa „House of Cards“. Preisgekrönt.

Titelmusik „House of Cards“

Zu den Inhalten kommt auch noch Intelligenz, verliehen durch Algorithmen: Netflix erfasst detailliert, was seine Kunden wann sehen und personalisiert damit das Angebot. Netflix-Manager Joris Evers:

„Wenn sie Netflix oft nutzen und sehen, dass sie jeden Samstagabend einen Film schauen, dann sollten wir daraus lernen, dass wir Samstagabend Filme anbieten. Wenn sie unter der Woche nach der Arbeit oft Comedy-Serien anschauen, dann sollten wir ihnen zu dieser Zeit mehr Comedy-Serien anbieten.“

Die Erkenntnis, wann Zuschauer aus einer Serie aussteigen oder zurückspulen, fließt sogar in die Entwicklung neuer Produktionen ein. Vor allem aber macht all das den Zuschauer unabhängig vom starren Korsett der klassischen Programme. Die rüsten wiederum nach, bauen ihre Mediatheken aus und haben damit ebenfalls Erfolg.

Titelmusik „heute show“

Die „heute show“ ist neben dem „Tatort“ eines der Programme, die auch im Netz gut funktionieren, gerade bei jüngeren Zuschauern. Die Politik-Satire wurde im laufenden Jahr mehr als 500.000 Mal aufgerufen, pro Sendung. Überhaupt Humor – der kommt an, auch von der ARD. Allein die vier neuen Folgen des „Tatortreinigers“, die der NDR Anfang Dezember ins Netz gestellt hat, erzielten – zusammen – ebenfalls eine halbe Million Klicks. Diese Entwicklung nährt die Hoffnung, dass auch die etablierten Fernsehmacher weiter im Geschäft bleiben – wenn am Ende ihr Angebot stimmt.

>> zum Beitrag auf br.de

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