Kampagnenjournalismus bei BILD?

Axel-Springer-Pressekonferenz, 8. März 2018, Berlin.

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Frage (Hörfunkjournalist): Trügt der Eindruck, dass mit dem Weggang von Frau Koch [als Chefredakteurin] und der alleinigen Verantwortung durch Julian Reichelt wieder eine stärkere Hinwendung zum Kampagnenjournalismus bei BILD erfolgt?

Mathias Döpfner: Ob der Eindruck trügt? Ja, ich glaube der trügt total. Und zwar trügt der objektiv schon allein deshalb, weil Julian Reichelt ja nun schon seit langem die Verantwortung hat und für jede Schlagzeile und Titelseite der “Bild”-Zeitung und Geschichte die Verantwortung hatte. Insofern ist das wirklich eine ganz klassische Überinterpretation.

Es ist ein interessantes Phänomen, wenn man so Zeitung auf These liest. Der eine sagt, da ist ein Rechtsruck – dann findet man Artikel, die bestätigen einen Rechtsruck. Dann sagt der andere, da ist ein Linksruck – dann findet man Artikel, die bestätigen einen Linksruck. Dann sagt man Populismus, Kampagne, dies und jenes, pro Merkel, contra Merkel – wenn, muss man genau angucken: Ich kann das nicht feststellen.

Und was ich toll finde: Dass Julian Reichelt, wenn er Fehler macht, sich dafür entschuldigt und sofort Transparenz herstellt. Das war nicht immer so. Das ist eine neue Kultur bei “Bild”, die ich ganz toll finde. Journalistisch ist die Zeitung kraftvoll aufgestellt und wir sind sehr begeistert, wie Julian Reichelt und sein Team das macht.

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