Wird bei radioeins jetzt Satire beschnitten?

Im Medienmagazin von radioeins haben Jörg Wagner und ich u.a. den Eklat um den Podcast mit Schroeder & Somuncu aufgearbeitet.

für radioeins

Dieser Beitrag wird hier lediglich als Arbeitsprobe präsentiert. Die Rechte etwa für Vervielfältigungen liegen beim rbb.

— Zeitmarken des Podcasts —
[00:00] INTRO: Schuldeingeständnis von Springer | [02:35] Eklat um radioeins-PodCast – Malcolm Ohanwe | [13:26] Eklat um radioeins-PodCast – Robert Skuppin | [21:20] M100 Media Award 2020 – Szabolcs Dull | [33:02] JVBB/DJV Berlin vor Vorstandswahlen – Ulrike Grönefeld/Steffen Grimberg | [46:27] Bonus: Kolumne Sarah Bosetti | [51:05] Bonus: Repodcast “Die Podcastin” | [1:29:50] Bonus: MCB Impact Day – TikTok-Panel

Quelle: radioeins-“Medienmagazin”

Warum interviewt der rbb Rechtsextreme?

Im Medienmagazin von radioeins haben Jörg Wagner und ich mit rbb-Chefredakteur Christoph Singelnstein über “Sommerinterviews” mit AfD-Politikern gesprochen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

für radioeins

— Zeitmarken des Podcasts —
[00:00] INTRO: tt-Kommentar zu Rechtsextremismus 11.07.2019 | [03:14] Politik am See – Christoph Singelnstein | [21:48] Sommerbibliothek (2) Huib Modderkolk – Der digitale Weltkrieg. Den keiner bemerkt | [29:21] Ausbremsen und Ablenken: die PR-Tricks des Bundesverkehrsministeriums | [39:05] Bonus: zak-Haider-Interview, 14.11.1994 | [44:34] Bonus: Die ARD und die Wahlwerbung #r1MM 25.05.2019 | [53:27] Bonus: Morddrohung gegen WDR-Journalist Georg Restle #r1MM 27.07.2019 | [1:03:19] Bonus: ZDF-Online-PK 10.07.2019

>> Download MP3 (Quelle: radioeins-“Medienmagazin”)

radioeins-“Medienmagazin” vom 22. Februar 2020

In unserer radioeins-Sendung blicken Jörg Wagner und ich auf die Empfehlung der KEF für einen neuen Rundfunkbeitrag, dazu die Reaktionen in Politik und Sendern.

für radioeins

>> Download MP3 (Quelle: radioeins-“Medienmagazin”)

Programm, Online, Kosten

Neue Regeln für ARD/ZDF

für NDR Fernsehen

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>> Beitrag in der NDR-Mediathek (Quelle: NDR-“Zapp”)

Podcast-Offensive bei Audible

Wie gefährlich wird der Amazon-Ableger etablierten Sendern?

für WDR5

Manuskript des Beitrags
Auszüge: Audible-Podcasts „Spiegel“, „Brand Eins“ mit Jörg Thadeusz, “Bunte”-Talk

Zeitschriften machen in Audio – und bleiben ihrem Geschäftsmodell treu: Die neuen Podcasts gibt es nur im Abonnement. Der Partner dafür: Audible, eine Tochter von Amazon. Die Plattform war lange ein Verkaufsplatz für Hörbücher und Hörspiele – also: Unterhaltung für die Ohren. Nun aber drängt Audible auch in das Geschäft mit sogenanntem Wort-Programm und bietet dafür auch Journalismus zum Hören.

„Mit 22 Podcasts sind wir gestartet, jetzt kommen jeden Monat zwei neue dazu, die dann wöchentlich wieder erscheinen“

, sagt Paul Hulzing, der das Podcast-Geschäft von Audible Deutschland leitet.

„Und das Programm ist längst nicht fertig, sondern wird so aufgebaut, dass wir weiterhin auch mit größeren Medienmarken zusammenarbeiten. Aber die Hälfte des Programms ist nicht von Medienmarken, sondern von Radiomachern, von Moderatoren, von Produzenten, die sich vorher schon im Radio bewegt haben und auch von Newcomern.“

Zu den Podcasts aus Verlagen kommen etwa auch wöchentliche Kolumnen mit starken Stimmen. Leitartikler Heribert Prantl von der „Süddeutschen Zeitung“ ist dabei und auch: Bettina Rust – bekannt wiederum, wie ihr Kollege Jörg Thadeusz, nicht zuletzt als Moderatorin vom Berliner Sender Radioeins, einem Programm der ARD.

Trailer: Bettina Rust auf Radioeins

Radioeins-Programmchef Robert Skuppin ist alarmiert. Audible buhlt immerhin gleich um mehrere seiner Moderatoren. Immerhin: Thadeusz und Rust bleiben ihrem Heimatsender bis auf Weiteres treu – und der Senderchef ihnen auch.

„Also wir haben freie Mitarbeiter. Mit denen haben wir Verträge, die ganz klar machen, dass sie zum Beispiel in der Region, in der Radioeins zu hören ist, nicht bei einem anderen Sender auch noch gleichzeitig irgendwie in Konkurrenz auftreten können“

, sagt Skuppin. Audible aber erscheine ja im Netz – und die Podcasts dann auch noch hinter einer „Bezahlschranke“. In einem ersten Reflex sieht er kein Problem. Aber:

„Wenn das tatsächlich so wäre, dass das massiv Fahrt aufnimmt, dann müssen wir tatsächlich darüber reden. Und dann müssen wir schauen, inwieweit wir da Exklusivität eben auch gewährleisten können. Ich glaube schon, dass die notwendig ist, um das auch deutlich zu sagen.“

Audible geht unterdessen weiter in die Offensive. Podcast-Chef Hulzing hat eine – wie er sagt – „hohe dreistellige Zahl“ von Bewerbungen erhalten: Ideen für Podcasts von etablierten Radiomachern und anderen Audioliebhabern. Ein Risiko für Sender – wenn da der Ableger eines multinationalen Konzerns wie Amazon kommt, mit dem Geldkoffer aus Seattle?

„Für uns ist die Podcast-Welt gerade so klein und an Tag eins tatsächlich, dass wir glauben, wir können gar nicht alleine so etwas aufbauen. Wir brauchen die ARD. Wir brauchen auch vermeintliche Mitbewerber und andere, die sich dafür einsetzen, dass das Thema Podcast bekannter wird. Ansonsten funktioniert das nicht. Das geht nur in einem Gemeinsamen. Und wir kommen übrigens auch Berlin-Mitte und nicht aus Seattle. Das muss man festhalten. Wir sitzen hier in Berlin. (Lacht)“

Der Audible-Manager denkt etwa an gemeinsame Koproduktionen. Radioeins-Chef Skuppin aber bleibt skeptisch. Als er gefragt wurde, ob sein Sender eine Show präsentieren würde, die am Ende auf Audible zu hören sein würde, sagte er ab – er wolle nicht „Steigübelhalter“ der neuen Konkurrenz sein.

Skuppin ist allerdings auch besonders gebeutelt von der neuen Audio-Welt: Als der Streamingdienst Spotify beschloss, mehr zu bieten als nur Musik, warb Spotify Radioeins Jan Böhmermann und Olli Schulz ab. Damals war Skuppin richtig sauer. Heute sagt er:

„Bei Spotify muss man ja sagen, hat man sehr schnell gemerkt, dass man es nicht so richtig ernst nehmen kann. Da muss man sagen, das war dann doch ein Marketing-Coup, der vielleicht bis heute auch funktioniert. Ich glaube, bei Audible gibt es schon eine viel nachhaltigere Strategie, da etwas zu entwickeln und den Audiomarkt tatsächlich auch zu verändern. Deswegen nehme ich das tatsächlich ernst, ja.“

Audible investiert immerhin schon im ersten Jahr nach eigenen Angaben einen „relativen substanziellen siebenstelligen Betrag“ in das Geschäft mit Journalismus für die Ohren. Das ist zweifellos: eine ordentliche Offensive.

>> Download MP3 (Quelle: WDR5-Medienmagazin)