Von den Streamingdiensten ausgebremst?

Ob Netflix oder DAZN: Sky hat immer stärkere Konkurrenz. Wie es um den Pay-TV Sender und dessen Zukunft steht, habe ich für den Deutschlandfunk zusammengetragen.

für Deutschlandfunk

— Manuskript des Beitrags —

Lutz Meier ist auf Medienkonzerne spezialisiert. Der Wirtschaftsjournalist hat einst für die „Financial Times Deutschland“ berichtet. Inzwischen ist er beim Monatsmagazin „Capital“. Den Pay-TV-Sender Sky hatte er schon im Blick als der noch Premiere hieß. Die Antwort auf die Frage, wie es den Münchnern geht, sei damals einfacher gewesen.

„Was das Deutschlandgeschäft betrifft, kann man es ganz genau gar nicht sagen, weil es keine Bilanzen mehr gibt, die sich auf Deutschland beziehen. Also, das heißt, alles was man sagen kann, sind Vermutungen. Ich würde vermuten: Nicht so gut, weil Sky gerät stärker unter Druck. Es gibt mehr Konkurrenz.“

Meier meint Streamingportale wie Netflix, Amazon Prime und nicht zuletzt die Sportplattform DAZN.

„Ein bisschen ist das, was wir jetzt beobachten, paradox, weil das erste Mal in der Geschichte gibt es eine größere Zahl deutscher Mediennutzer, Bewegtbildnutzer, die bereit sind, dafür jeden Monat Geld auszugeben und ein Abo zu zeichnen. Und die, die davon immer profitieren wollten, nämlich Sky, profitieren da nur zu einem geringen Maße von.“

Schwierigkeiten, Sky in Deutschland zu greifen, hat auch der Deutschlandfunk: Das Sky-Management gibt „Mediasres“ kein Interview. Eine Sprecherin verweist stattdessen auf das „Handelsblatt“. Dort hat Sky-Deutschland-Chef Carsten Schmidt gesagt: Sky habe sich „hervorragend“ entwickelt. In der Zentrale in Unterföhring bei München soll von den etwa 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber „eine zweistellige Zahl“ gehen – um neue einzustellen, die bei der Digitalisierung helfen. Zu Geschäftszahlen sagte Schmidt:

„Ich darf Ihnen leider keine detaillierten Angaben machen. Nur so viel: Ich bin zufrieden mit dem ersten Halbjahr. Wir sind auf einem guten Weg. Wir wachsen.“

Sky gehört seit bald einem Jahr zum US-Fernsehgiganten Comcast und hüllt sich seitdem stärker in Schweigen, auch bei der Zahl der deutschen Abonnenten. Vor der Übernahme waren es gut fünf Millionen.

Die Fronten, an denen Sky kämpft, sind hingegen klar. Da ist vor allem das Wettrennen mit DAZN. Beispiel: die Premiere League. Sie lief lange auf Sky. Dann schnappte sie sich DAZN. Jetzt wieder Sky. Sky feiert das.

Auszug Trailer „Premiere League“

Sky war schon immer auch: Film und Serie. Während es im Sport eher um Konfrontation mit anderen Anbietern geht, sucht Sky hier zunehmend die Kooperation – auch wenn es wie mit der Neuverfilmung von „Das Boot“ als Serie zunehmend auch exklusive Produktionen gibt: Bei „Babylon Berlin“ machte Sky mit der ARD gemeinsame Sache. Sky holte auch die Erfolgsserie „Game of Thrones“ exklusiv nach Deutschland – und benannte für die HBO-Produktion extra einen Kanal zeitweise zum „Thrones“-Sender um. Und auch technisch sucht Sky heute die Nähe zur Konkurrenz: Der aktuelle Receiver – genannt „Sky Q“ – bindet die Mediatheken von ARD und ZDF wie selbstverständlich ein und sogar Streaminganbieter aus den USA:

Auszug Trailer „Netflix auf Sky Q“

Die größte Herausforderung bleibt aber der Sport. Die Deutsche Fußball-Liga bereitet die nächste Ausschreibung der Medienrechte vor und klärt gerade mit dem Bundeskartellamt, ob es in zwei Jahren wieder nur einen großen Live-Anbieter geben darf. Zuletzt hatte das Kartellamt mit einer „No Single Buyer Rule“ dafür gesorgt, dass auch andere zum Zuge kommen sollten. Eurosport kaufte die Freitagsspiele – und lizensiert sie zur neuen Saison, die an diesem Wochenende startet, weiter an DAZN.

Käme es bald zum Showdown im Rechtegeschäft – welche Chancen hätte dann Sky gegenüber DAZN, das viel Geld mitbringt?

„Die Liga schaut bei der Rechtevergabe aufs Geld“

, sagt „Capital“-Journalist Lutz Meier.

„Das heißt aber auch, die Liga hat ein großes Interesse daran, dass es Sky weiter gibt und dass die auch finanzkräftig werden, denn sonst können sie kein Wettbieten entfachen, wenn es Rechte gibt. Insofern: Aus Sicht der Liga ist es das Klügste, die Rechte so zu verteilen, dass jeder noch gerade genug Geld zum Leben hat, aber auch nicht mehr.“

Auch deshalb dürfte der finanzielle Druck auf Sky immer weiter steigen. Wie gut der Pay-TV-Sender dafür gerüstet ist, das bleibt sein Geheimnis.

>> Download MP3 (Quelle: Deutschlandfunk-“Mediasres”)

Von der CD zum Streaming

Geschichte der digitalen Musik

für Deutschlandfunk

Manuskript des Beitrags
Atmo „CD-Laufwerk zieht ein“

Anfang der 80er Jahre: Die Compact Disk kommt auf den Markt. Nach der Schallplatte und Kassette wurde Musik digital. Ein Reporter der „Tagesschau“ berichtete:

„Bei dieser bierdeckelgroßen blitzenden Schallplatte tastet ein Laserstrahl die Oberfläche ab. 40 Mark soll die Mini-Platte kosten. Das Abspielgerät rund 2.000 Mark.“

Bei diesen Preisen griffen die Verbraucher zwar zunächst nur zögerlich zu, doch die Revolution war nicht mehr aufzuhalten. Die Einführung der CD: ein Massengeschäft.

„Das war natürlich auch eine Methode, den Gewinn zu optimieren, weil Menschen, die bisher Schalplatten gekauft hatten, die in der Sammlung hatten, dieselben Alben nochmal gekauft haben auf CD“

, erinnert sich der stellvertretende Chefredakteur der deutschen „Rolling Stone“, Arne Willander. Musikfans konnten die CD lange nicht in ihrer Brillanz kopieren. Aber dann:

„Die sogenannte Schulhofbrennerei kam dann Ende der 90er Jahre. Dann begann es damit, dass die CDs auf CD-Rohlinge überspielt wurden. Und das schien damals die größte Bedrohung zu sein. Damals erahnte man aber noch nicht, dass dann durch Tauschbörsen das ganze System geändert würden.“

Der Sündenfall schlechthin war der Start von Napster 1999. Über Napster tauschten Millionen Internetnutzer ihre digitalisierte Musik aus – die CD-Verkäufe brauchen ein, die Digitalisierung zeigte ihre Schattenseite. In der Industrie machte sich Panik breit – bis 2003. Apple Gründer Steve Jobs präsentie(OV) rte den digitalen Musikladen iTunes.

“Menschen haben schon immer Musik gekauft. Auf Schallplatte, auf Kassette und CD. Und wir glauben: Die Leute wollen ihre Musik auch im Internet kaufen – genauso wie auf Platte, auf Kassette und auf CD.”

Die Idee ging auf und wurde wiederum kopiert: Ob Googles Playstore oder Amazon Music – sie alle verkaufen heute digitale Musik. Viele illegale Tauschbörsen sind unterdessen vom Netz gegangen oder haben ihr Modell legalisiert. Das neue Konzept: Streaming – eine Flatrate für Musik.

Für die Musikindustrie sind Dienste wie Spotify oder Apple Music eine Zäsur. Bisher haben Musikliebhaber Titel gekauft und besessen – ob auf Vinyl, als CD oder MP3. Bei Streaming besitzt der Hörer keinen Titel mehr. Er mietet sie nur noch.

Die Gegenleistung: Für ein paar Euro im Monat oder die Empfänglichkeit von Werbeclips hat der Nutzer Zugriff auf Millionen Musiktitel. Und das kommt an: In Deutschland streamen schon etwa zehn Millionen Internetnutzer Musik.

>> Download MP3 (Quelle: DLF-“Marktplatz”)

Pay-TV brummt trotz Netflix und Amazon

Lagebericht zu Sky und Co.

für Deutschlandfunk

Manuskript des Beitrags
“Auf Sky läuft dein Lieblingsprogramm. Wann immer du einschaltest. Verführerisch gut. Sky – du willst es doch auch!”

Fast vier Millionen Film- und Sportfans wollen tatsächlich, was die Werbung ihnen verspricht – so viele Abonnenten hat allein Sky, der Pay-TV-Riese, derzeit in Deutschland. Das Geschäft mit bezahltem Fernsehen boomt seit Jahren. Eigentlich erstaunlich, denn die Zerstreuung im Digital ist groß. Trotzdem: Nicht nur Sky legt zu, sondern auch Bezahlsender, mit denen auch ProSieben, Sat.1 und RTL – eigentlich frei empfangbare Programme – ihr Angebot ergänzen, etwa in den Kabelnetzen oder auf den IP-TV-Plattformen von Telekom und Vodafone.

“Also, wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahren anschaut, sieht man eigentlich erst mal, dass das Angebot der klassischen linearen Pay-TV-Angebote explodiert ist, ich glaube, sich etwa verdreifacht hat über die letzten Jahre.”

Sagt Frank Giersberg, der den Markt für den Privatsenderverband VPRT beobachtet. 2013 haben Zuschauer hierzulande bereits gut zwei Milliarden Euro für Bezahlsender und Videos im Netz ausgegeben. Für das vergangene Jahr liegen zwar noch keine endgültigen Zahlen vor, die Branche rechnet aber noch einmal mit einem deutlichen Wachstum, nicht zuletzt, weil ein Segment immer größer wird: Videoportale im Netz.

“Schau nur, was Du schauen willst – Serien- und Filmempfehlungen, wie für Dich gemacht. Welcome to Netflix!”

Netflix, das ist die große Konkurrenz aus den USA, die im Herbst auch in Deutschland gestartet ist. Wie viele Abonnenten der Dienst hierzulande bislang gewinnen konnte, behält Netflix für sich. Weltweit waren es aber zuletzt bereits fast 60 Millionen. Die etablierten Anbieter halten allerdings dagegen, auch in Deutschland. Mit Maxdome betreibt ProSiebenSat.1 schon seit Jahren ein eigenes Videoportal, das auch US-Serien und Hollywood-Filme lizenziert. Und auch Sky ist längst mehr als bloß ein Fernsehkanal, der sich hinter einer Bezahlschranke versteckt.

“Wir haben Sky-On-Demand gelauncht, wir haben Sky Anytime, wir haben Snap by Sky, wir haben Sky Go und wir haben Sky Online”, sagt Sky-Sprecher Wolfram Winter. “Einerseits on-demand, andererseits aber auch stationär, dann wiederum mobil. Und all das zusammen führt dann dazu, dass es offensichtlich eine wachsende Schar von Abonnenten sind.”

Nun drängen Anbieter wie Netflix aber nicht nur mit eigenen Plattformen auf den Markt, sondern auch mit eigenen Inhalten. Netflix hat mehrere Serien produziert und zumindest einige für die eigene Plattform reserviert – für Serienfans ein Argument.

Und auch der Handelsgigant Amazon bietet inzwischen Video-on-demand an. Vieles davon sind zwar abgehangene Serien und Filme, aber auch Amazon will künftig verstärkt selbst produzieren. Altstar Woody Allen ist bereits für eine Serie an Bord. Demnächst will Amazon sogar Kinofilme in Auftrag geben – für die eigene Plattform.

“Das heißt, wir haben natürlich mehr Wettbewerb”, sagt Marktbeobachter Giersberg. Panik müsse sich deshalb bei den Etablierten aber vorerst nicht breit machen, denn eines spiele allen in die Hände: Zuschauer wollen – ob nun im klassischen TV oder im Digitalen – immer mehr bewegte Bilder sehen.

“Wir haben eine riesige Nachfrage nach den Inhalten. Wir haben eine steigende Nutzung über alle Plattformen. Auch im abgelaufenen Jahr ist das ganz klassische lineare TV sogar noch mal gewachsen.”

Was nicht zuletzt eines beweist: Die Zukunft liegt zwar eindeutig im Netz – bislang zumindest aber eben nicht dort allein.

>> Download MP3 (Quelle: DLF-“Markt und Medien”)

Streaming: Das neue Fernsehen

Das Internet setzt auch dem klassischen Fernsehen zu

für B5aktuell

Manuskript des Beitrags
Spot “Netflix”

Ob Netflix, Maxdome, Entertain oder Amazon Prime – immer mehr Angebote machen den Zuschauer nun tatsächlich zum eigenen Programmdirektor. In diesem neuen Fernsehzeitalter entscheidet er nämlich ganz allein, wann er Filme, Serien, Dokumentationen oder Konzerte sieht – auf Knopfdruck.

Das hat es so zwar bereits mit den Mediatheken der einzelnen Sender gegeben. Die neuen Plattformen aber bündeln viele Angebote, vor allem aus der Unterhaltung. Und sie legen noch vieles drauf: Hollywoodfilme und Serien. Manch ein Dienst wie Netflix produziert dafür sogar selbst welche, etwa „House of Cards“. Preisgekrönt.

Titelmusik „House of Cards“

Zu den Inhalten kommt auch noch Intelligenz, verliehen durch Algorithmen: Netflix erfasst detailliert, was seine Kunden wann sehen und personalisiert damit das Angebot. Netflix-Manager Joris Evers:

„Wenn sie Netflix oft nutzen und sehen, dass sie jeden Samstagabend einen Film schauen, dann sollten wir daraus lernen, dass wir Samstagabend Filme anbieten. Wenn sie unter der Woche nach der Arbeit oft Comedy-Serien anschauen, dann sollten wir ihnen zu dieser Zeit mehr Comedy-Serien anbieten.“

Die Erkenntnis, wann Zuschauer aus einer Serie aussteigen oder zurückspulen, fließt sogar in die Entwicklung neuer Produktionen ein. Vor allem aber macht all das den Zuschauer unabhängig vom starren Korsett der klassischen Programme. Die rüsten wiederum nach, bauen ihre Mediatheken aus und haben damit ebenfalls Erfolg.

Titelmusik „heute show“

Die „heute show“ ist neben dem „Tatort“ eines der Programme, die auch im Netz gut funktionieren, gerade bei jüngeren Zuschauern. Die Politik-Satire wurde im laufenden Jahr mehr als 500.000 Mal aufgerufen, pro Sendung. Überhaupt Humor – der kommt an, auch von der ARD. Allein die vier neuen Folgen des „Tatortreinigers“, die der NDR Anfang Dezember ins Netz gestellt hat, erzielten – zusammen – ebenfalls eine halbe Million Klicks. Diese Entwicklung nährt die Hoffnung, dass auch die etablierten Fernsehmacher weiter im Geschäft bleiben – wenn am Ende ihr Angebot stimmt.

>> zum Beitrag auf br.de

Sportschau in Eigenregie

Sportverbände arbeiten an eigenen TV-Plattformen

für Deutschlandfunk

Manuskript des Beitrags
“Olympic Games – welcome back to Greece!”

“Welcome to Beijing!”

Olympische Spiele – kein anderes sportliches Großereignis bietet so viele Bilder und Emotionen. Diesen Schatz will die olympische Bewegung jetzt bergen, für alle.

Der Plan des Internationalen Olympischen Komitees ist so simpel wie eindrucksvoll: Die Organisation und ihre Spiele sollen einfach immer präsent sein – 24 Stunden am Tag, an 365 Tagen im Jahr, lückenlos. IOC-Präsident Thomas Bach:

“Wir müssen etwas für die Zeit zwischen den Spielen machen: für die Athleten, für den Sport und für unsere Werte.”

Etwas für die Athleten tun, für den Sport und – natürlich – für die Werte der olympischen Bewegung, dafür öffnet das IOC sein Archiv – und noch mehr: Sportler und Funktionäre sollen zu Wort kommen, dazu Trainer, die über neue Techniken in den olympischen Disziplinen berichten. Auch von Trainingsvideos ist bereits die Rede – einer Art Teleakademie für Sportfans.

Der Olympische Sportkanal soll auf allen Geräten ankommen – auf Handys ebenso wie auf den klassischen Bildschirmen in den Wohnzimmern, erklärte Yiannis Exarchos der Vollversammlung des IOC. Exarchos leitet die IOC-Tochter OBS, die schon seit Jahren die Welt während der Spiele mit Live-Signalen versorgt. Die Vollversammlung hat das Projekt durchgewunken und damit Investitionen von fast 500 Millionen Euro. Am Ende soll der Kanal das IOC aber kein Geld kosten sondern selbst welches verdienen, etwa mit dem Verkauf von Werbeplätzen.

Das IOC muss seinen Sender jetzt erst mal aufbauen. Los gehen soll es im nächsten Jahr. Andere Sportverbände machen wiederum schon länger eigenes Programm – auch hierzulande.

“Herzlich Willkommen liebe Handball-Freunde – DHB-‘Timeout’, das Magazin…”

“Timeout” – das ist ein Magazin, das der Deutsche Handballbund vor wenigen Wochen gestartet hat – auch eine Sendung in Eigenregie. “Timeout” kommt aus einem Studio mit Spielberichten, Spieler-Porträts und Interviews. Die Sendung läuft erst mal ganz einfach auf Youtube. Der Deutsche Olympische Sportbund betreibt ebenfalls eine eigene Plattform: sportdeutschland.tv. Hier läuft, was bei den großen Sendern oft Mangelware ist. Projektleiter Oliver Beyer:

“Letztendlich ist es ja so, dass gerade im klassischen Fernsehen einige Sportarten sehr dominant vertreten sind, andere weniger, wieder andere überhaupt nicht. Und letztendlich hat da der DOSB als Spitzenverband des deutschen Sports eben auch gesagt, wir nehmen die Sache jetzt in die Hand, wir geben selbst eine Plattform und eine Möglichkeit dazu, den Sport zu zeigen.”

Das Portal bündelt bereits Inhalte dutzender Sportarten, darunter Tischtennis-Partien oder Spiele der Volleyball-Bundesliga. Vieles davon steht zum Abruf bereit, also zum Nachsehen, immer mehr aber auch als Live-Stream von den Sportplätzen der Republik. Das kommt tatsächlich an: Bis zu 190.000 Live-Zugriffe hat der DOSB bereits parallel registriert.

Im nächsten Jahr soll sportdeutschland.tv wachsen. Beyer hat dafür im Oktober eine klassische Fernsehlizenz erhalten. Außerdem bewirbt sich das Portal gerade darum, im Januar die Handball-Weltmeisterschaft zeigen zu dürfen. ARD und ZDF hatten die Verhandlungen abgebrochen. Und auch ein eigenes Magazin, eine “kleine Sportschau”, kann sich der DOSB vorstellen:

“Absolut! Das ist genau ein Punkt und das sage ich jetzt einfach Stichwort ‘Rio 2016’: Dort haben wir ja ganz genau ein Riesen-Event, bei dem sich sehr, sehr viele Sportarten, Sportlerinnen und Sportler treffen. Und das ist beispielsweise ein Meilenstein, wo man natürlich wunderbar im Vorfeld auch darauf hinarbeiten kann.”

Nur mit Journalismus sollte diese Projekte natürlich niemand verwechseln. Denn wenn der Sport über sich selbst berichtet, kommt vor allem eines oft zu kurz: die kritische Nachfrage.

>> Download MP3 (Quelle: DLF-“Sport am Wochenende”)